Sonntag, 18. September 2016

Chilean Festivities

Nationalfeiertag in Chile! Das heißt es war mächtig was los in der Stadt und im Parque Saval gab es jede Menge Veranstaltungen, Essen, Stände und Hüpfburgen. Brenda und ich waren nachmittags mit Alma und Camila dort.
Menschenschlange am Eingang zum Parque Saval

Kinderspieleparadies

Viva Chile!

Man erkennt es nicht so gut, aber der Kopf in der Mitte hat eine selbst gehäkelte Mütze in Form eines Pokeballs auf...

Und das war der Stau zurück in die Stadt - absolut unfassbar was da los war und es ging wirklich keinen Zentimeter vorwärts

Samstag, 17. September 2016

Chilean clocks work differently...

Fazit der Woche: Chilenen nehmen es nicht so genau mit der Uhrzeit und auch nicht mit dem Beginn der Vorlesungen. Fast jeder Prof diese Woche hat gesagt, dass die meisten Chilenen in der ersten Woche sowieso nicht kommen, weil sie einfach mal annehmen, dass die Veranstaltungen dann nicht stattfinden. Kann man ja mal machen.

Dienstag: Heute habe ich drei weitere Veranstaltungen besucht. Ich probiere diese und nächste Woche, wie gesagt, alles mögliche mal aus und entscheide danach, welche Kurse ich belege. Es standen "Impacto Ambiental" (von 8 bis 10) "Restauracion Ecologica" (heute nur von 10-11) und "Cultura y Sociedad Rural" (heute nur von 4 bis kurz nach 5) auf dem Plan. Alle drei haben sich sehr interessant angehört, allerdings wurde noch keine wirkliche Vorlesung gehalten, sondern fast ausschließlich Organisatorisches und das Programm für das Semester besprochen. Zusammengefasst: Es wurde viel geredet, aber noch nichts gemacht.
Später gab es eine Führung über den Campus, was auch ganz cool war, da man mal einen Eindruck von der Uni bekommen hat. Sie wäre ein paar Tage früher vor Vorlesungsbeginn jedoch sehr viel sinnvoller gewesen :D
Anschließend sind drei der Mädels mit uns nach Hause gekommen, um sich unserer Cabana anzuschauen und danach haben wir Mini-Käse-(Schinken)-Tortillas für alle gemacht :)

Mittwoch: Es standen keine Uni-Veranstaltungen an, da die Exkursion, die eigentlich stattfinden sollte, zwei Stunden vorher abgesagt wurde. Stattdessen haben Brenda und ich uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um uns Decken für unser neues Haus zu kaufen, was wohl sehr bald bezugsfertig ist! :) Nachmittags fand dann von der Finanz-Fakultät organisiert, an der Uni eine sogenannte "Fonda" statt. Das ist eine Art Fest, bei dem typische chilenische Spezialitäten verkauft werden. Brenda und ich haben uns eine Empanada mit Fleisch geteilt, die allerdings nicht so lecker war und außerdem haben wir noch Choripan probiert. Das ist im Prinzip ein kleines Würstchen in einem kleinen Brötchen, auf das man sich je nachdem wie man möchte, noch klein geschnittene Tomaten oder einfach nur Mayo und Ketchup draufmachen kann.
Camila vor der Fonda :)

Donnerstag: Ein weiteres Mal war ich heute unnötigerweise an der Uni. Ich wollte mir eigentlich eine weitere Vorlesung anschauen, die dann aber mal wieder nicht stattfand. Die Vorlesung am Nachmittag fand dann zwar schon statt, allerdings waren es tatsächlich nur der Prof und vier der sechs Freiburg... wie gesagt, die Chilenen nehmen es da nicht so genau...

Freitag: Rise and Shine! Meine Mitbewohnerinnen sind einfach nicht aufgestanden und ich also alleine in die Uni gegangen. Die erste Vorlesung, die eigentlich ja schon am Montag anfangen sollte, war eine Privatstunde mit dem Prof - es war tatsächlich niemand außer mir erschienen... So wurde aus der Vorlesung eher ein deutsch-spanisches Gespräch über Plantagen und Praktika, weil der Prof drei Kontakte hat, die er mir weiterleiten kann. Es sieht also recht gut aus mit meinem Plan nächstes Semester hier Praktika zu machen!
Um halb 12 sollte dann eigentlich eine Tour zu zwei Museen stattfinden, allerdings war die Verantwortlich, Macarena, um 12 immer noch nicht da. Wir sind dann zu ihrem Büro gelaufen, um sie zu suchen, und es stellte sich heraus, dass sie die Führung komplett vergessen hatte. Wir haben sie dann trotzdem noch gemacht, allerdings blieb nicht viel Zeit und es war auch nicht so spektakulär.
Abends fand dann die Einweihungsfeier von dem neuen Haus statt und wir können tatsächlich endlich umziehen! Die Feier war interessant - ich habe so etwas noch nie miterlebt - es sind Familie und ein paar Freunde unseres Duenos vorbeigekommen, um Häppchen aus Meeresfrüchten, Chips und Kuchen zu essen und Sekt oder furchtbar süßes Limozeug zu trinken.
Anschließend haben wir unsere Sachen schnell in das Haus gebracht, haben heute Nacht also das erste Mal dort geschlafen, und uns dann ganz schnell mit dem Taxi auf den Weg in die Stadt gemacht, weil es eine Feier mit allen Intercambios und Macarena geben sollte. Dazu waren wir in einer Art Bar, die eher an ein Mini-Bürgerhaus erinnerte, in der anlässlich der Patria-Feierlichkeiten, traditionelle Tänze aufgeführt und traditionelle Lieder gesungen wurden. Am 18. September ist nämlich Nationalfeiertag in Chile, der jedoch faktisch eine ganze Woche lang gefeiert wird. Es war wirklich lustig und einige von den Intercambios wurden sogar zum Tanzen aufgefordert.
traditioneller Schmuck der Mapuche

Jap, so hieß eine Tochter berühmter deutscher Einwanderer tatsächlich...

Samstag: Ich bin super froh endlich angekommen zu sein! Es war ein super Gefühl in meinem neuen lichtdurchfluteten, geräumigen Zimmer aufzuwachen und endlich meine Sachen in einen Schrank einräumen zu können. Wir haben den Tag damit verbracht Sachen für das Haus zu besorgen und uns einzurichten. Zum Abendessen gab es selbstgemachte Pizza. Das Problem war nur, dass wir es dieses Mal mit Backpapier machen wollten, damit das Blech danach nicht so eingesaut ist. An sich keine schlechte Idee, wenn es hier den vernünftiges Backpapier gäbe... Wir haben im Endeffekt das gekauft, was am meisten nach Backpapier aussah und das Ende vom Lied war, dass es komplett, also wirklich alles, an der Pizza kleben blieb. Wir haben bestimmt gut eine halbe Stunde gebraucht, das ganze Papier wieder ab zu bekommen.

Montag, 12. September 2016

Stressful day with little content

Erster offizieller Uni-Tag! Hätte besser anfangen können :D
Um 7 hat der Wecker geklingelt, es war stockduster und hat total geschüttet. Ich bin also in voller Regenmontur (mit Regenhose, Regenjacke UND Regencape!) mit dem Fahrrad los zur Uni. Zum Glück ist der Weg sehr kurz und dauert nicht lange. An der Uni angekommen musste ich dann erstmal den Raum suchen, weil wir die ja beim vorher Schauen nicht gefunden haben. Result davon war, dass ich zunächst eine Weile im falschen Raum saß, in den mich der Professor der Stunde geführt hat. Das ist deshalb erwähnenswert, weil er mich gefragt hat, nach welchem Kurs ich denn suche, mir aber nicht gesagt hat, dass er eine komplett andere Vorlesung hält, sondern mich einfach in seinen Kurs mitgenommen hat :D Danach habe ich den Raum immer noch nicht gefunden, aber schließlich den Professor, der für den Kurs verantwortlich ist. Von dem habe ich dann erfahren, dass der Kurs erst am Freitag losgeht, weil die mündlichen Prüfungen des letzten Semesters noch nicht komplett zu Ende waren. Der Professor hat seine Promotion in Deutschland gemacht, weswegen er recht gut Deutsch spricht. Darum haben wir uns noch ein bisschen unterhalten und er hat mir einiges erklärt bezüglich der Räume und jetzt weiß ich ,denke, Bescheid.
Da ich schon einmal dort war, beschloss ich stattdessen in "Genetica Forestal" zu gehen, hatte aber noch ein bisschen Zeit bevor das anfing. Ich habe einen der Intercambios getroffen und wir haben versucht herauszufinden, zu welchen Zeiten die Wahlpflichtmodule stattfinden. Dummerweise gibt es für diese Module jedoch keine Stundenpläne :D Man muss erst bei dem angegebenen Institut nachfragen, wer die Vorlesung hält und dann bei dem Professor per Email die Zeiten erfragen. Also echt kompliziert.
Um 9:50 Uhr war dann die nächste Vorlesung und um 9:50 Uhr saß ich alleine in dem angegebenen Raum. Etwas später kam dann der Prof und insgesamt 7 andere Studenten - mehr nicht. Es war ganz interessant, aber ich weiß noch nicht welche Kurse ich im Endeffekt belegen werde.
Der Prof hat etwas überzogen, weswegen ich mich beeilen musste, um zu dem Treffen mit den Intercambios zu kommen. Dort haben wir von der für den Austausch Verantwortlichen noch einige generelle Informationen bekommen und die "Feria International" geplant. Das soll eine Art Veranstaltung werden, bei der die Studenten aus jedem Land Spezialitäten ihres Landes anbieten oder zum Beispiel traditionelle Tänze aufführen.
Anschließend gab es eine unheimlich interessante Einführung in die Uni-Bib. Eine Stunde Vortrag über, wie wo man welche Bücher ausleihen kann und wie diese codiert sind... wirklich langweilig.
Ich habe seit heute sowohl meinen chilenischen Studentenausweis, als auch meine neue Kreditkarte!
Wuhu UACh!

Sonntag, 11. September 2016

Bad chocolate, hot dogs in disguise and idiots in clear sight

Samstag war dann doch mal wieder ein etwas ereignisreicherer Tag :)
Um 12 Uhr gab es eine von der Uni organisierte Stadtführung durch Valdivia. Diese ist Teil der "semana de bienvenida", also der Willkommenswoche, die schon einmal im Juli stattgefunden hat. Dadurch, dass sich der Semesterbeginn jedoch so weit nach hinten verschoben hat, gibt es jetzt noch eine zweite Willkommenswoche. Die Stadtführung war ganz cool. Wir haben zwar nicht besonders viel Neues gesehen, da wir ja jetzt schon seit einer Weile in Valdivia sind, aber wir haben noch ein paar interessante historische Informationen über die neuere Geschichte bekommen. Außerdem gab es auf dem Markt am Flussufer für jeden ein Stück typisches Brot, sowie am Ende der Tour bei einem Chocolatier, für jeden ein Stück Schokolade und ein Shotglas dunkles Bier. Das Brot war sehr lecker, Schokolade und Bier jedoch nicht. Mir hat das Bier sogar noch besser geschmeckt als die Schokolade, was irgendwie echt bedenklich ist... Ein weiteres Highlight der Tour, besonders für Brenda, war die Fahrt mit den sogenannten "Solar-Taxis". Das sind kleine gelbe Boote, die mit Solar-Energie fahren und dich gegen ein geringes Entgelt über den Wasserweg zu verschiedenen Orten der Stadt, wie beispielsweise den "Terminal de Buses", chauffieren. Brenda hatte diese Boote schon vorher gesehen und wollte unbedingt einmal damit fahren, dachte jedoch, dass sie bestimmt privat seien. Ihr könnt euch vorstellen, dass sie sich wirklich gefreut hat, als sie dann doch, und auch noch umsonst, mit den kleinen gelben Schiffchen eine Runde drehen konnte.
Casually strolling the promenade...
Nach der Stadtführung sind wir mit jeder Menge von den Intercambios in der "Ultima Frontera" Essen gegangen und haben eine Mexikanerin und eine Deutsche besser kennengelernt, sowie die besten Kartoffeln und die bestimmt merkwürdigsten Hot Dogs ever gegessen. Die einfach nur gekochten Kartoffeln werden in einer Curry-Soße serviert und ich bin absolut in Love! Der Hot Dog war auch sehr lecker (im Übrigen mit Sauerkraut?!), hatte allerdings eher die Form eines Burgers - nur halt mit Würstchen statt Bulette :D
Hot Dog?! o.O

Abends ging es dann zusammen mit der anderen Mexikanerin zu der besagten Aufführung in der Kletterhalle. Es war eine 2-Mann-Show und dafür, dass das ein kleines privates Etablissement und auch noch kostenlos war, war es wirklich sehr gut. Artistisch war es jetzt keine bahnbrechende Meisterleistung, aber es war lustig und unterhaltsam.
Anschließend ging es mit sehr vielen Intercambios in eine Bar und danach noch in eine Disko. Vor der Disko mussten wir allerdings über eine Stunde anstehen, weil die Türsteher irgendwie unheimlich langsam waren. Als wir dann endlich dran waren, musste ich doch tatsächlich 2 Mal Eintritt bezahlen. Wäre es nicht so wenig gewesen, hätte ich es nicht so einfach hingenommen, aber so war es die Mühe nicht wert. Die Türsteher waren echte Pfeifen. Sie haben von jedem den Ausweis kontrolliert, dann das Geld verlangt und einen dann rein gelassen. Als ich dran war, haben sie ebenfalls kontrolliert und das Geld genommen, mich jedoch nicht rein gelassen (die Öffnung in dem Zaun war nur sehr klein). Der Eine ist nämlich irgendwie für eine Minute weg gegangen und währenddessen hat der Andere den Weg versperrt. Als der Erste dann wiederkam und ich reingehen wollte, haben sie von mir noch einmal das Geld verlangt. Das war wirklich unglaublich. Sie haben sich nicht mehr daran erinnert, dass ich bezahlt hatte und das war keine zwei Minuten her! Unfassbar! Immerhin waren wir irgendwann drin und konnten dann zu lateinamerikanischer Party-Musik tanzen. Das war etwas anders als zuhause, aber schon ganz cool.
Intercambios taking over the place!
Am Sonntag haben wir es eigentlich hauptsächlich noch einmal genossen, spät aufstehen und nichts tun zu können bevor am Montag die Uni startet. Weil wir nichts anderes hatten, haben wir uns noch einmal Pfannkuchen zum Frühstück gemacht :D Ich glaube ich habe es noch nicht geschrieben, aber die Spanierin wird mit uns in das neue Haus einziehen. Das ist allerdings noch nicht fertig, weshalb Maider, die Spanierin, wohl heute Abend erst einmal bei uns einziehen muss - drei Personen auf geschätzten 20 Quadratmetern. Yes!

Freitag, 9. September 2016

It's all about the food!

Ich weiß, ich habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet, aber meistens war einfach nicht genug los, um etwas zu posten :D
Die Highlights waren im Prinzip immer die verschiedenen mexikanisch-deutschen Abendessen!
Seit letzten Mittwoch habe ich jetzt endlich eine SIM-Karte von Virgin und muss mich nicht mehr mit entel rumschlagen! Das ist wirklich mal eine erfreuliche Nachricht und ich habe die SIM aufgrund einer Werbeaktion auch kostenlos und mit einem Guthaben im Wert von 10000 chilenischen Pesos darauf bekommen.
Zum Abendessen gab es Mini-Maistortillas gefüllt mit Käse und Schinken und/oder Linsenbrei. Das war sehr interessant aber auch lecker :)
Bei der Arbeit :D
Fertiges Abendessen *-*
Am Donnerstag war wieder einmal Waschtag und da wir hier keinen Wäscheständer haben mussten wir erneut etwas improvisieren, wie ihr sehen könnt.
Diese Konstruktion besteht offensichtlich aus einem handtuchverhangenen Stuhl, einem zweckentfremdeten Herd sowie zwei zu sich selbst findenden Holzlatten aus dem Lattenrost des Hochbettes in Brendas Zimmer.
Wegen meinem Stundenplan habe ich beschlossen, nächste Woche einfach viele verschiedene Kurse auszuprobieren und mich danach zu entscheiden, welche ich definitiv belegen werde.
Abends habe ich für uns mal ganz klassisch Pfannkuchen gemacht. Die sind sogar trotz fehlenden Utensilien richtig gut geworden und Brenda hat es auch geschmeckt :)
Yeah! Pfannkuchen!
Einen langen Brief für Oma und Opa habe ich am Freitag losgeschickt (ich hoffe einer von euch Kölnern kann mir Bescheid sagen, ob und wenn er ankommt (: ). Ich weiß nicht, wie es früher bei uns war, aber in Chile gibt es auf jeden Fall keine Briefumschläge in Postfilialen. Das ist mal wieder überaus praktisch und macht das Leben so viel einfacher! :) Ich musste den Briefumschlag dann extra in einem anderen Geschäft kaufen und mich nochmal in de Schlange in der Post anstellen - wuhu!
Eigentlich wollten wir auch noch Bouldern gehen, um uns mal wieder ein bisschen sportlich zu betätigen, aber das ging dann leider doch nicht. In der Halle (eher ein "Hällchen" :D) findet diesen Monat abends am Wochenende immer eine kleine historisch-artistische Aufführung statt. Wir haben also beschlossen, sie uns am Samstag anzuschauen. Außerdem haben wir dort zwei der anderen Freiburger getroffen.

Dienstag, 6. September 2016

Still not quite sure about anything

In den letzten beiden Tagen ist nicht so arg viel passiert.
Gestern war ein deutsches Mädchen hier, um sich das Haus anzuschauen und heute eine Spanierin, auf die wir schon eine ganze Weile gewartet haben. Es entscheidet sich also in den nächsten Tagen, wer mit uns in das neue Haus einziehen wird. Ganz fertig ist das Haus leider noch nicht und wir müssen noch ein bisschen warten. Wenn wir Glück haben, können wir Sonntag einziehen. Die beiden Mädels hatten auch beide Interesse, allerdings wollte die Spanierin sich erst noch was anderes anschauen und uns morgen erst ihre Entscheidung mitteilen. Wir warten jetzt also erstmal ab.
Ansonsten haben wir gestern Abend leider wieder etwas gefroren, weil uns das Gas für den Heizofen ausgegangen ist und wir erst heute Neues bestellen konnten. Eigentlich ist meine Erkältung schon deutlich besser, aber die fehlende Wärme gestern Nacht war natürlich nicht so förderlich. Hoffentlich ist sie trotzdem bald komplett wieder weg.
Heute haben wir nachmittags noch mit einigen der anderen Intercambios im botanischen Garten gepicknickt. Das war ganz schön, weil wir noch einige von den Anderen kennengelernt und/oder wiedergesehen haben. Leider mussten wir recht bald wieder gehen, um uns mit der Spanierin zu treffen.
Wir waren auch noch an der Uni, um herauszufinden, ob wir nicht doch irgendwo Modulbeschreibungen herbekommen können. Das gestaltet sich wieder nicht so einfach, weil es so etwas wie ein Modulhandbuch, in dem alle Module eines Studiengangs aufgeführt und detailliert beschrieben sind, nicht gibt. Man kann nur von einzelnen Modulen mittels des Modulcodes eine detaillierte Beschreibung anfordern. Das heißt, ich muss bei meiner Stundenplanänderung (weil sich zwei Module überschneiden) auch wieder anhand von von mir mehr oder weniger zuverlässig übersetzten Modulnamen entscheiden. Die erste Uni-Woche wird auf jeden Fall sehr interessant und hoffentlich etwas aufschlussreicher, als die Vorbereitungen...
On a positive note: mexikanischer zubereiteter Reis schmeckt super und ich habe ein neues schnell-einfach-und-lecker Gericht für faule Studenten kennengelernt. Und zwar sind das Kartoffeln mit Tomaten und Käse - schmeckt echt gut und geht super schnell :)

Sonntag, 4. September 2016

Kanonenfeuer, Fährenfaszination und Safety first!

Heute haben wir Niebla noch einen Besuch abgestattet. Ich war ja schon einmal da, aber dieses Mal ohne die Instagirls :D Das war sehr viel entspannter als das letzte Mal! Außerdem war das Wetter auch tausendmal besser, wodurch man ein ganz anderes Bild von dem Strand bekam. Statt von sturmgepeitschtem, eisgrauen Meer mit meterhohen, Ehrfurcht einflößenden Wellen an nebelverhangenen Strand wurden wir diesmal von strahlend blauen Himmel, leuchtenden Sonnenschein und ruhiger, unfassbar blauer See empfangen. Es war wirklich schön, aber ich muss sagen, auch die andere Variante hatte durchaus ihren Reiz.
Der Strand in Niebla bei schönem Wetter


Auf den Felsen :)

Nach dem Strand ging es zur Festung von Niebla. Heute ist sie nicht mehr als eine Ruine, aber früher gehörte sie zur sehr findigen und ausgeklügelten Befestigungsanlage des Hafens von Valdivia. Es befanden sich nämlich auf beiden Seiten der Flussmündung unzählige solcher Festungen, die ein feindliches Schiff sofort ins Kreuzfeuer nehmen konnten, sollte es sich unerlaubt in die Mündung hineinwagen. Eines der ehemaligen Häuser der Festung war wieder aufgebaut und als Museum gestaltet worden, während die restlichen Ruinen über weite Metallstege zu besichtigen waren. Es war recht interessant, da es jedoch Sonntag war, auch sehr überlaufen.
Die Kanonen der Festung

In dem Haus befindet sich das Museum und ihr könnt hier auch die besagten Metallstege sehen, die den Weg markiert haben


Da haben die halt einfach mal einen riesigen Kran durch die Gegend geschippert o.O

Statt Kies gab es Muschelsplitter!


Es ist immer wieder unglaublich, unter welch widrigen Bedingungen Bäume dennoch wachsen können :)

Anschließend haben wir mit der Fähre auf die andere Seite nach Corral übergesetzt. Brenda war total fasziniert, weil sie noch nie eine Fähre gesehen hatte, auf der auch Autos transportiert werden.
Fähre! Mit Autos! :o

In Corral gab es ebenfalls eine Festung zu besichtigen. Hier bot sich uns jedoch das komplett gegenteilige Bild zu Niebla. In diesen Ruinen befanden sich nämlich kaum andere Menschen und auch die Metallstege, Infotafeln und das Museum fehlten. Es war eine nette Abwechslung und man konnte sich einfach etwas entspannen und die alten Gemäuer auf sich wirken lassen.
"Straße geschlossen" - ey ne, mach Dinger :D
Fort in Corral mit privatem Strand

Gateway to Heaven

Auf den alten Mauern wachsen mittlerweile Bäume...
...und es stehen dort nun auch Häuser!

Hier sieht man theoretisch beides :D



Bäume auf dem Dach!





Woah Kanone!

Danach hatten wir noch etwas Zeit bis die Fähre wieder zurückfuhr, doch es gab nichts mehr zu sehen in Corral :D Also haben wir uns einfach eine Weile auf den zentralen Platz gesetzt und uns den "Tag der Jugend" angeschaut, der dort stattfand. Das hört sich jetzt deutlich spektakulärer an, als es eigentlich war. Es bestand hauptsächlich aus einem Lautsprecher mit Musik, einem Tisch mit Kinderschminke und einem Typ, der hin und wieder irgendwelche Aktivitäten anmoderierte. Ein Beispiel war "Wer kann am längsten eine Fußball kickend in der Luft halten?"
Mit Fähre und Bus ging es dann wieder zurück nach Valdivia.
Oh...schön...

Aber zum Glück ist man hier auf alles vorbereitet :D