Diese Woche war ich unheimlich viel unterwegs, um Dinge zu besorgen für unser Haus und mein Fahrrad und um in der Uni alle Vorlesungen und ein paar Sportarten mal auszutesten. Viel besonderes ist allerdings nicht passiert.
Seit Mittwoch bin ich stolze Besitzerin von Lichtern für mein Fahrrad und eigentlich wollte ich abends zum Salsa. Doch das war wieder einmal eine Aktion, die von der schlechten Informationsweitergabe zeugte. Es kursierten nämlich drei verschiedene Pläne der sogenannten "Talleres". Das sind von der Uni organisierte Kurse, die jedoch nicht unter den Unisport fallen. Salsa sollte ursprünglich auf dem Campus Isla Teja stattfinden, an dem wir auch an die Uni gehen und wo wir ganz in der Nähe wohnen. Aufgrund von Bauarbeiten auf der Teja wurde es jedoch auf den Campus Miraflores verlegt. Davon, wann die "Talleres" in Miraflores stattfinden gab es zwei verschiedene Pläne. Einer hing an der Uni aus und den anderen haben wir von Macarena, der Verantwortlichen für die Intercambios, geschickt bekommen. Wir dachten, der von Macarena wird wohl stimmen, also sind wir mittwochs zum Salsa. Es stellte sich jedoch raus, das dem nicht so wahr und dass Salsa donnerstags stattfindet. Weil wir schon mal da waren, haben wir auf den anschließenden Kurs gewartet, um daran teilzunehmen. Das ging dann jedoch auch nicht, weil die Kurse schon im vorigen Semester angefangen hatten, und die Teilnehmer jetzt nur noch ihre Choreografien für ihren Auftritt üben werden. Wir haben also mal wieder 1,5 Stunden ohne Sinn gewartet...
Der Donnerstag war auch größtenteils unspektakulär. Tagsüber habe ich mir lediglich einige weitere Vorlesungen angeschaut. Abends habe ich mich dann allerdings noch mit zwei anderen Deutschen getroffen, um für die "Feria International" am Freitag Käsespätzle vorzubereiten. Das war ein wirklich spaßiger Abend und ein ziemlich tolles Gefühl, zum Abendessen Käsespätzle essen zu können! *-*
Am Freitag war dann um 14 Uhr die "Feria International". Alle Intercambios haben etwas vorbereitet, um ihr Land zu repräsentieren - hauptsächlich natürlich Essen. Für die Deutschen waren Käsespätzle, Kartoffelsalat, Milchreis, Schnitzel und Apfelkuchen am Start und es wurde auch alles leer gegessen. Es hat Spaß gemacht, Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern zu probieren, jedes einzelne davon zu beschreiben, würde jetzt allerdings zu lange dauern. Nur so viel: es gab kulinarische Köstlichkeiten aus 11 Ländern, Mexiko, Costa Rica, Belgien, Kanada, Argentinien, Frankreich, Spanien, Brasilien, Korea, Deutschland und Kolumbien.
Julia, Evelyn (beide auch aus Freiburg) und ich waren abends noch gemeinsam beim Kung Fu, allerdings war kein Training und wir wollen stattdessen nächste Woche Montag zusammen zum Probetraining gehen.
Anschließend haben wir mit Alma und Brenda zusammen bei uns zuhause noch gekocht.
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| Alle Intercambios! |
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| alle deutschen Intercambios :) |
Samstags waren Brenda und ich beim Friseur. Brenda wollte sich eigentlich ihre ebenfalls super langen Haare radikal auf Schulterlänge kürzen lassen, doch der Friseur bei dem wir waren, war nicht gerade der Beste. Na klar es war sehr günstig, aber das waren alle Friseure, die in dieser kleinen Galerie waren. Darum dachten wir, das wird schon so stimmen und außerdem kann man beim Spitzen schneiden normalerweise ja nicht so viel falsch machen. Brenda hat sich auf jeden Fall auch dafür entschieden, nur die Spitzen schneiden zu lassen, weil ihr der Friseur suspekt war. Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nie in meinem Leben so schnell die Haare geschnitten bekommen und hatte auch noch nie in meinem Leben das Gefühl, das man das so besser nicht machen sollte. Der Typ hat meine Haare vor dem Schneiden einfach nicht mal richtig durchgebürtstet. Ich hatte das Gefühl er hat einfach mal da geschnitten wo der Kamm stecken blieb... Okay then...
Abends war in Valdivia "Carnival de Primavera", also Frühlingskarneval. Da sind wir hingegangen und das war auch ganz schön. Es war etwas anders als zuhause. Man hatte das Gefühl, die komplette Stadt stünde an der "Costanera", also der Küstenpromenade, um einen Blick auf das Spektakel werfen zu können, das tatsächlich auch nur dort stattfand. Also es war schon eine Art Umzug, aber ein sehr kurzer, und sehr auf Präsentationen vor zwei Bühnen mit Kommentatoren ausgelegter Umzug. Als erstes kamen jede Menge Tanzgruppen, die jeweils vor den Bühnen ihre Choreografien aufführten und später war es Zeit für die Themenwagen. In Köln sind diese thematisch ja normal immer an die jeweilige Gruppe angelehnt, hier waren sie jedoch einfach knallbunte, aufwendig gestaltete Wagen zu aktuellen Trends. Es gab einen Wagen von "Die Eiskönigin", einen von "Pokemón", einen von "Mario Kart", einen der "Ghost Busters" und einen der Feuerwehr. Alle Wagen waren aber mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet worden und wirklich schön anzusehen. Etwas oberhalb des Umzuges gab es eine ganze Reihe von Essensständen, an denen chilenische Spezialitäten verkauft wurden - d.h. Empanadas, Choripan (Miniwürstchen im Minibrötchen), Completo (Hot Dog mit Avocado, Tomate und Majo), Sopapillas (eine Art flache, runde Scheibe Kürbisbrot (?)), ein Spieß mit verschiedenen Fleischsorten (hab den Namen vergessen), ein Dessert mit Pfirsich (der Name ist mir auch entfallen) und natürlich Pommes. Nach dem Umzug konnte man dann noch ein Feuerwerk sehen.
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| Die rechte Seite der Costanera. Das bunt gestreifte Dach ganz rechts am Fluss ist der Markt am Fluss, auf dem täglich frische Meeresfrüchte aller Art, sowie Obst, Gemüse, Gewürze, Brot und Utensilien verkauft werden. |
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| Da waren schon viele Menschen dort, doch es wurden noch deutlich mehr |
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| Who you gonna call?! GHOSTBUSTERS!! |
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| Feuerwerk mit chilenischer Polizei :D |
Der Sonntag war ein ziemliches Desaster :D Eigentlich wollten wir - Camila, Alma, Brenda und ich - in ein Reservat, nahe Corral an der Küste, doch wie sich rausstellen sollte, hatten wir uns zuvor nicht genügend informiert. Als wir gegen halb 2 endlich dort ankamen - man muss erst mit dem Bus nach Niebla, dann mit der Fähre nach Corral und dann noch einmal eine halbe Stunde weiter nach Chauhuin - war das Informationsgebäude zu. Wir mussten also bis um 15 Uhr warten und haben die Zeit am Strand verbracht. Als wir dann mit dem Mensch des Reservats reden konnten, hat er uns erklärt, dass man das Reservat nur mit Guide und Auto für 45000 Pesos besuchen kann und man das sowieso vorher buchen muss. Die andere Alternative wäre eine Trekking-Tour ins Innere des Reservat, allerdings lohnt sich das nur, wenn man dort campt. Also haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und waren so gegen 8 Uhr wieder zuhause.
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| Auf dem Weg nach Chauhuín :) |
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| Krabben am Strand |
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| Das Reservat als Model - 50.000 ha o.O |
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| Entspannen am Strand :D |
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| Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger! |
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