Sonntag, 28. August 2016

Great day with bad news

Unser letzter Tag in Pucon ist angebrochen und wir haben erst einmal ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt.
Dann mussten wir Geld holen, um das Hostel zu bezahlen. Als ich jedoch meine Kreditkarte rausholen will, ist die weg! Also sind wir erstmal zurück zum Hostel und haben da gesucht aber nichts gefunden. Naja da half alles aufregen nicht, in dem Moment konnte ich sowieso nichts weiter tun, da wir ja noch in Pucon waren. Stattdessen haben wir beschlossen unsere letzten Stunden trotzdem noch mit etwas Schönem zu verbringen.
Zuerst ging es an den Strand des Sees "Villarrica", etwa 20 Minuten Fußweg vom Hostel. Der Strand ist schwarz, da der Sand vulkanischen Ursprungs ist. Es war wirklich schön dort und wir haben eine Weile nur da gesessen und die Sonne genossen.


Brenda hat gemodelt ohne dass sie es wusste :D
Copyright by Brenda Garza
 Danach ging es in das Café Berlin, ein von Deutschen geführtes Café, in dem es viele deutsche Kuchen (die Chilenen benutzen das Wort ebenfalls :o) und andere Leckereien gab. Bei Apfelstreuselkuchen und Berliner fühlte man sich direkt heimisch :P Es lief sogar deutsche Musik und selbst am anderen Ende der Welt blieb ich nicht von "Die immer lacht" verschont :D
Der Vulkan "Villarrica" hinter dem Ort "Pucon"

Maulwurfkuchen, Apfelstreuselkuchen und Berliner *-*

Komplett mit Berliner Bär und allem drum und dran
 Anschließend haben wir noch etwas in einem Souvenirshop mit vielen von den Einheimischen selbst hergestellten Dingen gestöbert und dabei ein paar Sachen erstanden haben.
Meine Souvenirausbeute: ein Geldbeutel, in den die riesigen chilenischen Scheine passen, ein Kuli in einem Stück Ast und einen Stab, um die Haare hochzustecken.  
 Danach hieß es Abschied nehmen von Pucon, Caleb und Marcelo und mit dem Bus ab zurück nach Valdivia. Im Haus habe ich dann zunächst überall ohne Erfolg nach meiner Kreditkarte gesucht und dann den restlichen Abend damit verbracht, zu versuchen die Karte sperren zu lassen. Das hört sich ja eigentlich nach einer sehr einfachen Tätigkeit an, die sich jedoch als echte Herausforderung herausstellte. Die Stars des Abends waren mal wieder die chilenischen Mobilfunkanbieter. Denn anstatt internationale Anrufe, wie überall sonst in der Welt, lediglich über die Ländervorwahl laufen zu lassen, haben die Chilenen zusätzlich ein eigenes System - sonst wäre es ja auch langweilig. Jeder chilenische Mobilfunkanbieter hat nämlich seinen eigene Vorwahl, die man bei internationalen Anrufen vor der Ländervorwahl wählen muss. Das muss man allerdings auch erstmal wissen. Ich habe es natürlich erst diverse Male auf unterschiedliche Arten normal probiert, bevor ich herausfand, was die automatische Roboterstimme mir bei jedem meiner Anrufe in Spanisch und Englisch versucht hat mitzuteilen. Also startete ich eine neue Runde Versuche mit der korrekten Vorwahl, was dann so aussah: 123 0 +49 (deutsche Nummer) - wie gesagt unnötig kompliziert. Dummerweise ging das aber immer noch nicht. Jetzt sagte mir die Roboterstimme, dass diese Nummer in Deutschland nicht vergeben war, obwohl ich ja ganz genau wusste, dass sie es war. Total frustriert haben wir dann den Kundenservice meines Anbieters angerufen, der uns jedoch auch nicht helfen konnte: "Wenn wir alles korrekt eingegeben hätten, dann könne es nur an der deutschen Nummer liegen" - na vielen Dank :D Ich gab also auf und versuchte es stattdessen mit dem Online-Chat und darüber konnte ich dann endlich, endlich meine Karte sperren lassen.
 Morgen werden ich nochmal versuchen meine Karte zu finden. 
Außerdem haben wir heute noch mit dem Mann gesprochen, von dem wir ab 1. September das schöne Haus mieten wollen. Von ihm gab es ebenfalls schlechte Neuigkeiten: das Haus ist bis wir aus dem "Kühlschrank" ausziehen müssen noch nicht fertig... Am Mittwoch bevor wir nach Pucon gefahren sind, haben wir desweiteren erfahren, dass unsere dritte vorgesehene Mitbewohnerin, aufgrund familiärer Probleme, wohl gar nicht nach Chile kommt. Also heißt es wohl Abschied nehmen von unserem schönen neuen Haus und morgen wieder mit Vollgas auf den Wohnungsmarkt. Denn die Uhr tickt, am Mittwoch müssen wir ausziehen.

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