Dienstag, 9. August 2016

Me vs. chilean bureaucracy - Round 2

So, also heute morgen standen die nächsten beiden Behörden auf meinem Plan, die ich gestern von der nicht zuständigen Stelle bekommen hatte. Ich habe mich also auf den Weg zur Gobernacion gemacht, ein Weg von gut 25 Minuten zu Fuß. Nur, um dort anzukommen, und gesagt zu bekommen, dass ich dort eigentlich gar nicht hin musste, sondern nur zum Registro Civil, was als letztes auf der Liste stand. Yeahi! Also bin ich wieder zurück in die Stadt getigert und zum Regsitro Civil. Da war ich dann endlich richtig, allerdings wusste ich auch erstmal nicht wohin ich sollte. Immerhin gab es dort eine Frau, deren Job genau das war: Leuten, die dahin kamen, eine Nummer zu ziehen und zu sagen, wo sie hin müssen - Traumjob! Mein "Carnet" soll ich am 5. September bekommen, allerdings wurde mir gesagt, dass das auch mehrere Monate dauern könnte und ich den Zettel, der mir bestätigt, dass ich es beantragt habe, gut aufbewahren soll :D
Lektion 1: Bringe viel Zeit mit, wenn du auf irgendeiner Behörde etwas erledigen musst.
Als nächstes habe ich dann mal die Wohnungsuche angetreten. Mein Anfangspunkt war eine Adresse, die ich von einer von den beiden Mexikanerinnen hatte, mit denen ich zusammen nach einer Wohnung suche, die allerdings noch nicht hier sind. Die Adresse war Los Pelues 55 in Isla Teja. Ich hab mich also mit der Maps-App von meinem Handy hin navigieren lassen. Als ich da war, sah ich - nichts. Bloß ein riesiges leeres Grundstück. Es stellte sich heraus, dass die eigentliche Adresse etwa 1,5-2km von dem Punkt entfernt war, an den die App mich gelotst hatte.
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts
Lektion 2: Vertraue in Chile niemals Google Maps.
Als ich die Wohnung gefunden hatte, war die leider schon vergeben. Trotzdem haben die beiden Frauen versucht mir weiterzuhelfen. Das habe ich immer wieder erfahren in den letzten Tagen, dass die Chilenen sehr hilfsbereit und freundlich sind.
Auf Rat der Rezeptionistin vom Hostel bin ich noch eine ganze Weile über die Isla Teja gelaufen und hab bei verschiedenen Orten nachgefragt, ob sie cabanas für drei Personen haben. Es hat sich allerdings nichts weiter ergeben. Auf dem Rückweg bin ich noch bei der Touristeninformation vorbei, da mir das eine Frau auf meinem Weg empfohlen hatte und ich sowieso mal fragen wollte, ob ich nicht einen Plan der Buslinien der Stadt bekommen kann. Das habe ich dann auch und die Antwort war: nein. Es gibt keinen Plan auf dem alle Buslinien drauf sind. Es gibt nur welche für die verschiedenen Linien.
Lektion 3: Erwarte keine umfassenden Informationen in nur einem Dokument.
Im Hostel habe ich mir eine Kleinigkeit zu essen gemacht, doch dann hat mich einer der anderen aus dem Hostel angesprochen, er und noch ein anderer wollten noch zur Ultima Frontera. Das war deswegen interssant, weil die Intercambios, also die Austauschstudenten, sich ebenfalls in der Ultima Frontera treffen wollten. Wir sind also hingegangen und sind mit einem Teil der Intercambios noch woanders hin. Im Endeffekt waren wir eine Gruppe aus Intercambios, 2 aus meinem Hostel und noch 2 Freunden des einen aus dem Hostel - also super bunt gemischt. Es war echt cool, dass man in einer Gruppe von quasi wildfremden Menschen, einen schönen Abend verbringen konnte.

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